Sächsischer Staatspreis für Design 2016

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Kategorie Nachwuchsdesign

„But what matters today isn’t work but idleness“ (Aber was heute zählt, ist nicht die Arbeit, sondern die Muße)

#87 | Design: Pia Christmann (Leipzig)

Das Buch untersucht das Begriffsfeld Muße, Müßiggang und „Nichtstun“ auf dessen Qualitäten als alternative Produktionsmethode, die nicht kapitalistisch durchdrungen ist. Eine nicht-ergebnisorientierte Methode wird entworfen und im Buch benutzt. Diese entfaltet ein nicht-lineares Narrativ und Wissensgeflecht, das Form und Inhalt symbiotisch vereint. In früheren vor-kapitalistischen Zeiten galt die Muße als Grundvoraussetzung, als Privileg der Künstler. Vorliegendes Buch ist eine Spurensuche und ein Vorschlag zum Umdenken. Das Prinzip des Müßiggängers bzw. Flaneurs wird in eine nicht-lineare Erzählweise übersetzt, die auch der Struktur des Buches zugrunde liegt: Es ist zwar nach Kapiteln sortiert, diese werden aber immer wieder von Einschüben und Abschweifungen unterbrochen. Assoziation wird als Grundprinzip begriffen und ist somit mit dem Denken als Grafikdesigner verwandt.